Über die weiteren Geschicke des Rutger III. bestehen nur noch sporadische Berichte. Summierend bleibt festzustellen, dass mit Rutger III. die herausragende machtpolitische Rolle der Familie van den Boetzelaer und damit auch der Burg ihren Höhepunkt wie auch ihr Ende fanden. Rutger hatte versucht, die ererbte und durch ihn vermehrte Machtbasis, insbesondere die unabhängige Stellung der Familie gegenüber dem Landesherrn, den Grafen Adolf von Kleve, zu behaupten und auszubauen. Der Konflikt ist aber auch vor dem Hintergrund der territorialen Konsolidierung der weltlichen und geistlichen Landesherrn im 14. Jahrhundert zu sehen. Der Schaffung homogener Gerichts- und Amtsbezirke standen freie und selbstständige Adelige, wie es die Herren van den Boetzelaer waren, im Wege. Die meisten der den Landesherrn nachgeordneten Adeligen arrangierten sich mit der neuen Situation, indem sie z.B. Posten (Drosten bzw. Amtmänner) in der neu geschaffenen landesherrlichen Verwaltung übernahmen.