Während dieser Zeit war Boetzelaer schwer befestigt und sogar für Kanonen eingerichtet worden; die Auseinandersetzung wurde zum regelrechten Krieg. 1396 wurde die Burg belagert und eingenommen, der Herr van den Boetzelaer verlor als letzter Adeliger seine freie und hohe soziale Stellung und seinen allodialen Besitz.
Mit dieser über die Landesgrenzen hinaus beachteten Demütigung und Entmachtung des mächtigsten klevischen Ritters und der Überwindung der stärksten Ritterburg, war die Disziplinierung der Ritterschaft am Niederrhein abgeschlossen und spektakulär demonstriert worden. Das an der Burg Boetzelaer und ihrem Besitzer statuierte Exempel wandte sich warnend an alle anderen Ritter und wurde auf Dauer verstanden.
Seitdem waren die Herren van den Boetzelaer wie alle anderen Adeligen im Land, klevische Landsleute und Untertanen, worüber auch die gnädige Verleihung des Erbschenkenamtes und großer Einkünfte nicht hinweg täuschen konnte.