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Das Geschlecht der van den Boetzelaer

Eine zentrale und bis heute ungeklärte Frage ist die nach der Herkunft und Abstammung der Herren van den Boetzelaer in der Zeit des 12. - 13. Jahrhunderts. Erst mit Rutger I. van den Boetzelaer, der in einer Urkunde von 1256 bezüglich des Abstandes von Rechten in Westfalen, zusammen mit seinem Vater Wessel, der als nobilis (d.h. edelfrei) bezeichnet wird, ist die genealogische „Basis“ der Familie gesichert.

Schon im 12. Jahrhundert war der in Kalkar-Appeldorn ansässige Sitz des einflussreichen und selbstbewussten Adelsgeschlechtes derer van den Boetzelaer gegründet worden und war von Anfang an als “Sonnenlehen”, d.h. unbeschränkter Eigenbesitz, bezeichnet worden. Die Burg wurde erstmals 1256 in einer Urkunde von Wessel II. van den Boetzelaer erwähnt.

Nach den Quellen scheinen die van den Boetzelaers also in der Mitte des 13. Jahrhunderts am Niederrhein sesshaft geworden zu sein. Trifft dies zu, so dürfte die Gründung des adeligen Sitzes an einem alten Rheinarm (Boetzelaerer Meer) ebenfalls in diese Zeit fallen. Dieses von den Schriftquellen suggerierte Bild kann jedoch auch täuschen, weshalb ein höheres Alter der Burg Boetzelaer jenseits des zitierten Jahres 1256 nicht ausgeschlossen ist.

Durchaus vergleichbar mit dem nahe gelegenen Schloss Moyland war Burg Boetzelaer über die typologischen Ähnlichkeiten hinaus unvergleichlich stärker befestigt. Der freien Stellung entsprechend, wurde das ansässige Adelsgeschlecht derer van den Boetzelaer in entscheidendem Maße in die politischen Geschehnisse des 14. Jahrhundert verwickelt. Zu dieser Zeit war die Burg praktisch uneinnehmbar.

Durch den Stand des  freien Adels der Familie van den Boetzelaer, präsentierten sich die männlichen Familienmitglieder durch entsprechendes Auftreten. Ihre politische Gesinnung richtete sie nach den Vorteilen für ihr eigenes Geschlecht. Ohne weiteres engagierten sie sich z. B. auch gegen die benachbarten Grafen von Kleve, Holland, Hennegau und Brabant und übten dadurch Einfluss auf die Politik ihrer Zeit aus.

Einen Beweis für die machtpolitische Unabhängigkeit derer van den Boetzelaer bezeugte z. B. Wessel I durch die Parteinahme für den Erzbischof von Köln gegen den Grafen von Kleve (1258), obwohl er dem klevischen Rittertum zugehörig war. Kurz darauf (1269) trat Wessel I wiederum für den Grafen von Kleve als Zeuge auf.

Wie dem auch sei, die Herren van den Boetzelaer zählten zu den bedeutenden Mitgliedern in der klevischen Ritterschaft, zu denen auch die Herren von Alpen, Eyl und Wissel gehörten.

Neben dieser weltlichen Macht ist es bemerkenswert, dass die zahlreichen nachgeborenen Söhne der Familie van den Boetzelaer auf einträgliche geistliche Posten platziert werden konnten. So finden sich im 14. Jahrhundert van den Boetzelaers als Truchsesse des Grafen von Kleve und als Kanoniker und Pröpste in Xanten, Kranenburg, Werden und Utrecht.

Sie heirateten innerhalb ihres Standes Frauen aus ritterlichen Familien, z. T. mit reichem Allodialbesitz und häuften Ämter, Macht und Reichtum an, bis sie im 14. Jahrhundert immer wieder als Gläubiger und Bürgen vom Grafen von Kleve und anderen Grafenhäusern benötigt wurden.

1327 sprach man auf Boetzelaer von dem herrschenden van den Boetzelaer, Rutger II., als “dominus”. Er räumte seinen Brüdern das Recht zum Bau je eines eigenen Hauses in der Vorburg ein. Dieser Vorgang ist ein Hinweis auf die schon beträchtliche Größe der Burg.

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